Beim Wort Tierversuche entstehen bei vielen Menschen Bilder im Kopf.
Wissenschaftskommunikation hat einen Einfluss darauf, wie diese Bilder aussehen und ob sie der facettenreichen Realität entsprechen.
Realitätscheck
Tierversuche sind Teil der aktuellen Forschung. Dementsprechend ist die Kommunikation über Tierversuche auch Teil der Wissenschaftskommunikation.
Mit Tierversuchen verbinden die meisten Menschen etwas negatives. Doch es gibt Abstufungen. Leuchtende Fische rufen eher Faszination hervor. Je flauschiger das Tier, desto größer die Abneigung gegen Versuche mit ihnen (ein persönlicher Eindruck, für den ich keine Studie zitieren kann).
Aufgabe der Wissenschaftskommunikation
Wir ermöglichen es Menschen, sich ein realistisches Gesamtbild von tierexperimenteller Forschung zu machen, indem wir Fakten und Kontext vermitteln.
Dabei geht es um Fragen wie:
» Welche gesetzlichen Regelungen gibt es?
» Ab wann gilt ein Tier als Versuchstier?
» Welche Versuche werden durchgeführt?
» Welcher Art von Belastung sind Versuchstiere ausgesetzt?
» Wie viele Versuchstiere gibt es und wie ist der Anteil der unterschiedlichen Tierarten?
» Für welche Forschungsfragen werden Tierversuche durchgeführt?
Benchmark
Auf der Plattform der Initiative Tierversuche verstehen werden Fragen wie die oben genannten beantwortet, inklusive Zahlen und Statistiken für Deutschland. Die Initiative verleiht zusätzlich regelmäßig das Qualitätssiegel für vorbildliche Kommunikation über tierexperimentelle Forschung an Forschungseinrichtungen.
Die Erklärung der Initiative Transparente Tierversuche haben inzwischen mehr als 100 Institutionen unterschrieben und sich somit den vier Kernzielen verpflichtet:
» Transparent informieren
» Den öffentlichen Dialog mitgestalten
» Erfahrungen austauschen
» Aktivitäten bekannt machen
Beide Initiativen sind meiner Meinung nach sehr gute Anlaufstellen für Forschende, Kommunikatorys, Forschungseinrichtungen und alle anderen, die sich zum Thema tierexperimentelle Forschung informieren und für mehr Transparenz engagieren möchten.
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In meiner Serie #wisskommabc geht es um Werkzeuge, Themen und Kernelemente der strategischen Wissenschaftskommunikation und Erfahrungen aus dem Alltag.
