Wissenschaftskommunikation macht Dinge sichtbar, beispielsweise Menschen, Phänomene und Prozesse.
Unsichtbar ist für die meisten jedoch, wie viel Aufwand, Zeit, Know-how und Technik hinter professioneller (Wissenschafts-) Kommunikation steckt.
Eisberge und das, was unter Wasser ist
Wir lesen ein Posting. Was bis dahin passiert ist: Recherche, Text schreiben, Foto aufnehmen und bearbeiten, Grafik erstellen, Text intern abstimmen, Veröffentlichungstermin abstimmen, Upload. Ein Verhältnis aus Lesezeit zu Produktionszeit von 1 zu 100 oder mehr ist keine Seltenheit. Das Community Management nach der Veröffentlichung ist da noch nicht mal mit eingerechnet.
Wenn bei Veranstaltungen alle wissen wo sie hin müssen, keinen Durst oder Hunger haben, Sprecher:innen gut zu verstehen und sehen sind und immer jemand als Ansprechpartner:in da ist, falls doch eine Frage auftaucht – also alles wie am Schnürchen läuft – dann stecken da ein immenser planerischer Aufwand und viel Erfahrung drin.
Kommunikationsteams
Die Kommunikationsabteilung jongliert viele solcher Eisberge gleichzeitig. Innerhalb der gesamten Institution sind oft noch nicht mal alle Eisbergspitzen bekannt. Das kann zu Missverständnissen und sogar Konflikten in der internen Zusammenarbeit führen.
Was tun?
In persönlichen Treffen mit anderen Abteilungen einen Blick hinter die Kulissen gewähren und so das Unsichtbare sichtbar machen. Bei der Gelegenheit können/sollten wir auch die unsichtbaren Eismassen der anderen kennenlernen.
Dezentrale Kommunikation
Forscher:innen, Studienberater:innen, Abeitsgruppenleiter:innen, Fakultätsgeschäftsführer:innen, usw. – PR und Marketing gehören insbesondere an Hochschulen zunehmend zum Aufgabenspektrum der Kolleg:innen, die nicht zur zentralen Kommunikation gehören.
Professionelle Kommunikation macht man aber nicht mal eben so nebenbei. Sie ist zeitaufwendig und braucht Know-how. Hinzu kommt, dass die dezentrale Kommunikation zur Gesamtkommunikation einer Institution passen soll(te).
Was tun?
Zentral unterstützen um professionelle Kommunikation für alle leichter zu machen – durch Trainings, individuelle Beratung, zentrale Tools und kontinuierlichen Austausch.
Ja, das ist ein weiterer Eisberg für die zentrale Kommunikation. Systematisch geplant und umgesetzt lohnt sich diese Investition, denn sie erleichtert auch die Arbeit der Kommunikationsabteilung.
» Mehr dazu demnächst unter dem Stichwort Integrierte Wissenschaftskommunikation.
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In meiner Serie #wisskommabc geht es um Werkzeuge, Themen und Kernelemente der strategischen Wissenschaftskommunikation und Erfahrungen aus dem Alltag.
