Was gibt's zu futtern?

Ein aktives IntwissKomm-Netzwerk braucht Raum und Futter, damit es tatsächlich aktiv und lebendig sein kann. So hatte ich es auch schon im Beitrag zu den Kernfeldern der IntWissKomm geschrieben. Es ist beim Kernfeld Netzwerk also ähnlich wie bei einer Verabredung zum Essen: Wo treffen wir uns? Was wird gegessen?
#IntWissKomm #Wie

Gemeinsame Räume

Schafft euch diesen metaphorischen Raum durch ein oder mehrere Formate und nutzt sie, um euch innerhalb eurer Institution rund um das Thema Kommunikation auszutauschen. Sie müssen nicht groß und opulent sein.

▶️ Wichtig ist, dass es diesen Raum überhaupt gibt und er kontinuierlich da ist.

Hier ein paar Vorschläge für gemeinsame Formate:

Interner Newsletter Kommunikation
Mögliche Rubriken für einen solchen Newsletter sind Updates zu internen Kommunikationswerkzeugen, Tipps zu externen Werkzeugen und Events, neue Kolleg:innen vorstellen und willkommen heißen, Erinnerungen an Deadlines, kurze Umfragen, ...

Regelmäßige Netzwerktreffen
Es gibt ein konkretes Thema zum Einstieg. Hier könnte die zentrale Kommunikation einen genaueren Einblick in den Workflow für Pressemitteilungen geben oder zentrale oder dezentrale Kommunikator:innen stellen ein aktuelles Projekt vor. Nach dem Einstiegsthema beginnt die offene Themenrunde. Gibt es etwas zu feiern? Brennt gerade ein Thema oder Projekt an? Mag jemand "Aha!"- und "Hä?"-Momente aus den letzten Wochen teilen?

Jahrestreffen
In Workshops, Panel Diskussionen, Bar Camps, Vorträgen und Kaffeepausen (ganz wichtig!) geben wir Einblicke in laufende, geplante oder abgeschlossene Projekte, tauschen Erfahrungen zu Tools und Formaten aus, reden über interne Workflows, tüfteln an gemeinsamen Projekten und sammeln Ideen für neue Projekte. Dafür nehmen wir uns mindestens einen Tag Zeit.

Was meiner Erfahrung nach auch sehr wertvoll sein kann: nehmt euch zwei halbe, aufeinanderfolgende Tage dafür Zeit. So können die ganzen Impressionen ein bisschen sacken, die Menge an Input pro Tag ist insgesamt leichter verdaubar und für viele lassen sich zwei halbe Tag leichter in den Alltag einplanen.

Jours fixes
In regelmäßigen Treffen zwischen zwei Teams oder in kleinen Gruppen mehrerer Teams, aber zu einem konkreten Thema stimmen wir uns zu Alltagsaufgaben ab und koordinieren das Wer, Was, Wann und Wie. Bei den Themengruppen kann es beispielsweise um Studierendenmarketing, Webseiten oder Corporate Design und Mediengestaltung gehen.

Das Futter

Damit wir uns die Zeit nehmen, einen Newsletter zu lesen, uns regelmäßig in ein digitales Netzwerktreffen einzuwählen oder einen ganzen Tag für ein vor-Ort-Treffen zu blocken, muss es sich für uns lohnen. Es muss also leckeres Futter geben.

Das gilt genauso, wenn ich mir die Zeit nehme, so ein Format vorzubereiten und durchzuführen. Wozu aufwendig kochen, wenn es den Gästen nicht schmeckt?

Deshalb setze ich für jedes Format einen kurzen* Steckbrief auf. Dieser enthält folgende Felder:

  • Warum – Mein Auslöser und Ziel
  • Wer – Für wen ist das Format gedacht?
  • Wofür – Welchen Nutzen haben andere davon?
  • Was – Was sind relevante Themen?
  • Wie – Wie ist das Format strukturiert? Welche Bausteine hat es?
  • Wann – Wie oft und wann genau soll das Format stattfinden? Wie lange dauert es?

Es kann natürlich trotzdem passieren, dass den Gästen mein Essen nicht schmeckt. Zum Glück gibt es dafür das IntWissKomm-Kernfeld Evaluation. 😉

Es ist eine Mitbringparty!

Schon mal bei einer Mitbringparty gewesen? Jeder und jede bringt einen Salat, Kuchen, Brot, Chips, usw. mit. Wir lernen andere kulinarische Genüsse kennen und der Aufwand für die einladende Person ist geringer.

Das gleiche Konzept gilt für das #IntWissKomm-Netzwerk: Jeder und jede bringt etwas mit.

▶️ Es ist nicht die alleinige Show der zentralen Kommunikation, während alle anderen nur Publikum sind und sich berieseln lassen.

Also: Bringt eure Ideen, Fragen und Lessons Learned mit. Tauscht „Rezepte“ aus und verabredet euch zum gemeinsamen „Kochen“. Aus meiner Erfahrung können sich aus solchen Treffen ganz wunderbare gemeinsame Projekte entwickeln.

* Mit kurz meine ich wirklich kurz: Meine gedruckte Vorlage für diesen Steckbrief hat ein A5-Format.

===
Integrierte Wissenschaftskommunikation ist die systematische und aktive Zusammenarbeit von zentralen und dezentralen Kommunikator:innen einer wissenschaftlichen Institutionen.

In der Serie #IntWissKomm teile ich meine Erfahrungen und Einschätzungen zum Warum, Was, Wozu, Wer und Wie der Integrierten Wissenschaftskommunikation.

Mitbringparty