Das Labor brennt. Der Shitstorm wütet. Ein Thema brodelt und das Gewitter ist am Horizont zu erahnen. Wat nu?
In Extremsituationen wie diesen zeigt eine funktionierende Integrierte Wissenschaftskommunikation ihr volles Potenzial.
Rollenklarheit, Expertise und Prozessklarheit – Kernelemente der IntWissKomm – spielen zusammen.
#IntWissKomm #Wozu
Rollenklarheit
Was muss ich selbst jetzt tun? Was ist definitiv die Aufgabe (und Expertise...) von anderen Personen in meiner Institution? Wer spricht beispielsweise mit der Presse und muss/kann ich das Justiziariat meiner Institution mit einbinden?
Expertise und Knowhow
Wie kann ich kommunikativ deeskalieren? Wie kann ich mit kommunikativen Mitteln für Klarheit sorgen und so aus der Extremsituation herausführen? Gibt es Tools oder interne und externe Anlaufstellen, die mir mit ihrem Wissen helfen können?
Prozessklarheit
Gibt es Workflows für die verschiedenen, denkbaren Krisensituationen an meiner Institution? Wo finde ich die und wie kann ich mehr darüber erfahren?
Prophylaxe
Krisenkommunikation ist nicht erst in der akuten Krise wichtig. Ein essentieller Teil professioneller Krisenkommunikation ist es, die Krise zu vermeiden, also nicht erst zu (re)agieren, wenn es tatsächlich brennt.
Ein wunderbares Wort in diesem Kontext: Kommunikationsfolgenabschätzung. (I ♥️ Nominalkomposita 😁). Mit diesem schließt sich der Kreis zur Expertise: Durchdenke ich meine Kommunikationsaktivitäten systematisch, dann schätze ich auch ab, welche Folgen (positive und negative) meine Kommunikation haben könnte bzw. soll.
▶️ So manche Kommunikationskrise kann gänzlich abgewendet werden. Wenn doch eine Krise eintritt, können wir effizienter reagieren und den Schaden für unsere Institution und Kolleg:innen verringern.
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Integrierte Wissenschaftskommunikation ist die systematische und aktive Zusammenarbeit von zentralen und dezentralen Kommunikator:innen einer wissenschaftlichen Institutionen.
In der Serie #IntWissKomm teile ich meine Erfahrungen und Einschätzungen zum Warum, Was, Wozu, Wer und Wie der Integrierten Wissenschaftskommunikation.
