Vorbereitung ist (fast) alles!
Beim Wort Prophylaxe denke ich erst mal an Zähne. Der Bogen zu Krisenkommunikation ist leicht gezogen: Kenne ich mögliche Risiken (Karies), ergreife ich Maßnahmen (Zähneputzen), um die Krise (Aua) zu vermeiden. Höchstwahrscheinlich erwischt es uns irgendwann trotzdem.
Die Frage ist nicht, ob eine Krise eintritt, sondern wann und wie wir sie meistern.
Kenne mögliche Krisenherde
Es gibt Themen-Klassiker (Tierversuche, Gentechnik, ...) und Alltags-Klassiker, beispielsweise Laborbrände. Als Kommunikator:innen haben wir sie auf dem Schirm. Wir müssen uns nur trauen, hinzuschauen und intern nachzufragen. 😉
Bei uns unbekannten Risiken sind wir darauf angewiesen, dass Kolleg:innen uns so früh wie möglich ins Boot holen. Dafür müssen wir sie für das Thema und ihre Rolle in der Krisenkommunikation sensibilisieren.
Proaktiv sein, bevor Krisen ausbrechen
» Extern: Transparent kommunizieren, auch über die schwierigen Themen
» Intern: Klarheit bei allen Beteiligten herstellen über Rollen, Aufgaben und Prozesse. Im akuten Ernstfall haben wir keine Zeit, das zu klären.
Die Hütte brennt.
„Koch dir erst mal einen Tee. Den Rest des Tages kommst du nicht mehr dazu.“ Diesen Rat erhielt ich in meinem Krisentraining. Es ist ein goldener Tipp und auf jegliche akuten Krisen anwendbar. 😁
Nach dem Spiel ist vor dem Spiel.
Nichts ist so lehrreich, wie wenn etwas schief geht. Tritt eine Krise ein, ist meist ziemlich viel schiefgegangen. Es gibt also richtig viel zu lernen. Mit den Erkenntnissen passen wir unsere Strategien an und sind für künftige Krisen noch besser gewappnet.
Lesetipps
Die Krise kommunizieren (Siggener Impulse)
Entscheidungsbaum des NaWik zum Umgang mit Angriffen im Netz
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Krisenkommunikation: Navigieren durch stürmische Zeiten
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In meiner Serie #wisskommabc geht es um Werkzeuge, Themen und Kernelemente der strategischen Wissenschaftskommunikation und Erfahrungen aus dem Alltag.
